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Baldinger Tor

Das Baldinger Tor ist ein Stadttor in Nördlingen und gehört zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. Seine erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1376.

Der Tor-Komplex entstand bis 1406 unter dem Baumeister Wenzeslaus und öffnete den Weg nach Württembergisch Schwaben und Franken. Das Vorwerk besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss und einen zylindrischen Turm.

Ein später ergänzter Kaiserturm von 1534 diente vermutlich als Quarantänestation für ankommende jüdische Reisende. Daher trug der Turm auch den Namen Judenmauer.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Tor stark beschädigt und stürzte 1703 ein, wobei fünf Menschen starben. Die verbliebene Anlage erhielt 1705 ihr heutiges Erscheinungsbild.

Ein rundbogiger Durchgang kam 1938 für den zweispurigen Verkehr hinzu, während der mittelalterliche Zugang 1966 freigelegt wurde. Dieser mittelalterliche Zugang heißt Türlins oder Nadelöhr und ermöglichte Nachzüglern den Eintritt.

Das rechteckige Haupttor bildet den zentralen Teil der erhaltenen Anlage. Seine Bauform verbindet das Haupttor mit dem Vorwerk und dem zylindrischen Türmchen.

Die frühere Größe der befestigten Toranlage erkennst du noch an der runden Ausbuchtung des Brückengehwegs und den Gebäuden des Pfandhaus-Anwesens.

Stadt
Nördlingen
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