Hofkirche Mariä Himmelfahrt
Die Hofkirche Mariä Himmelfahrt steht in Neuburg an der Donau und verbindet religiöse Geschichte mit Architektur. Der Bau begann 1607 zunächst als protestantische Kirche. 1618 vollendeten Verantwortliche das Gebäude als katholische Kirche, während sich die konfessionelle Ordnung der Region wandelte. Die Außenform zeigt klare Linien des frühen Barocks. Im Inneren ergänzen Rokoko-Elemente den geradlinigen Aufbau durch Stuck und weitere Verzierungen.
Ursprünglich stammten drei Altarbilder von Peter Paul Rubens. Zwei dieser Werke sind in der Staatsgalerie im nahegelegenen Schloss ausgestellt und verbinden beide Orte. Neuburg bewahrt damit ein sichtbares Zusammenspiel von Kirche, Schloss und Kunst. Die Hofkirche gehört zur barocken Kunst- und Bautradition entlang der Donau, die auch Neuburgs kulturelles Erbe prägt. Die Stile Renaissance, Barock und Rokoko treffen hier aufeinander.
Ihre Verbindung macht den Wandel von religiösen Vorstellungen, künstlerischen Formen und fürstlicher Repräsentation ablesbar. Die klar gegliederte Raumwirkung steht neben dekorativen Details, die dem Inneren eine leichtere Note geben. Der Stuck macht diesen Unterschied im Kircheninneren sichtbar. Als historischer Ort zeigt die Kirche, wie sich Bauaufgaben und konfessionelle Zugehörigkeiten innerhalb weniger Jahre veränderten. Die Jahreszahlen 1607 und 1618 markieren diesen Wandel.
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- Neuburg an der Donau
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