Zentralschulplatz
Der Zentralschulplatz in Neu-Ulm verweist auf eine konfliktreiche Epoche der deutschen Stadtgeschichte. Seine Geschichte führt in die frühen dreißiger Jahre zurück. Damals fanden auf dem Platz Paraden und Demonstrationen im Umfeld tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen statt. Der Platz wurde zur öffentlichen Bühne. Dort erlebte die lokale Bevölkerung Auftritte, die den Aufstieg des nationalsozialistischen Regimes sichtbar machten. Paraden prägten das öffentliche Bild des Platzes. Die Veranstaltungen sollten Stärke und Einfluss des Regimes zeigen und seine Ideologie im Alltag verankern. Dabei sollte die örtliche Bevölkerung öffentliche Zustimmung zeigen. Die Nutzung zentraler Plätze für politische Zwecke gehörte zu den Strategien dieser Zeit. Auch der Zentralschulplatz spielte dabei in Neu-Ulm eine wichtige Rolle. Seine Geschichte macht politische Bewegungen im städtischen Alltag sichtbar. Der Zentralschulplatz erinnert deshalb an die Umbrüche der dreißiger Jahre in Neu-Ulm.
Gemeinsam mit anderen zentralen Orten in Ulm und Neu-Ulm diente er politischen Aufmärschen und öffentlichen Kundgebungen. Diese Nutzung prägte den Platz im Stadtbild. Die Ereignisse zeigen, wie politische Macht öffentliche Räume in Neu-Ulm für ihre Selbstdarstellung einsetzte. Diese Geschichte verbindet den Platz mit Neu-Ulms Vergangenheit. Wer den Zentralschulplatz betrachtet, begegnet einem Ort, an dem politische Geschichte und lokales Leben aufeinandertreffen. Neu-Ulms politische Vergangenheit bleibt an diesem Platz sichtbar.
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