Schloss Suresnes
Im lebhaften Münchner Stadtteil Schwabing steht das Schloss Suresnes, ein kleines Schlösschen mit langer Geschichte. Errichtet wurde es zwischen 1715 und 1718, vermutlich von Johann Baptist Gunetzrhainer, für den Kabinettsekretär Franz von Wilhelm. Vorbild war das Château de Suresnes bei Paris: Dort verbrachte Franz von Wilhelm einige Zeit, während Kurfürst Max Emanuel im Exil lebte.
Mehrfach wechselte das Haus über die Jahre den Besitzer. Zu den Eigentümern zählten Johann Leopold Ignatius Freiherr Manteuffel und Maria Theresia Caroline Gräfin von Preysing-Moos. Mitte des 19. Jahrhunderts verfiel der Bau, bis Carl August von Steinheil ihn 1855 bezog. Zum Ende des Jahrhunderts wurde es zum Treffpunkt junger Künstler, Hans Reichel und Paul Klee gehörten dazu. Heute gehört das Schlösschen dem Erzbistum München und Freising, die Katholische Akademie in Bayern nutzt es seit 1967 als Tagungsstätte. Öffentlich zugänglich ist das Haus nicht, du siehst es dir von außen an.
Der zweigeschossige Bau zeigt eine neunachsige Frontfassade, aus der ein dreigeschossiger Mittelbau hervortritt. Ein etwa ein Hektar großer Park mit Französischem Garten umgibt das Schlösschen bis heute. Wer durch Schwabing streift, läuft hier an einem Stück Paris vorbei.
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