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Rogatekirche

Die Rogatekirche steht in München-Ramersdorf und gehört als evangelisch-lutherische Kirche zur Architektur des Stadtteils. Der Berliner Architekt Werner Eichberg entwarf sie im Gründungsjahr 1963. Die beinahe quadratische Anlage gruppiert sich um einen zentralen Innenhof und trägt einen markanten Glockenturm. Der Name stammt vom lateinischen Rogate und bedeutet „Betet!“ oder „Bittet!“. Backstein erinnert an die Ziegeleien, die einst das Umfeld prägten.

Der Entwurf sollte in der Nachkriegszeit einer festen Burg gleichen und Zuflucht sowie Sicherheit symbolisieren. Im Inneren spannt sich über dem langen Kirchenraum ein baldachinartiges Dach. Vier Betonpfeiler tragen es, während Lochziegelwände die Akustik verbessern und den frei fließenden Geist Gottes versinnbildlichen. Seit 2017 dient das Gebäude als Evangelische Jugendkirche München.

Die Orgel von Gerhard Schmid entstand 1975 und besitzt 310 Pfeifen in sechs Registern. Im Turm hängen vier Glocken, die 1964 gegossen wurden und eigene Inschriften sowie Symbole tragen. Seit 1999 steht das Gebäude unter Denkmalschutz und ist rollstuhlgerecht zugänglich.

Stadt
München
Aktualisiert

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