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Palais Seyssel d’Aix

Das Palais Seyssel d’Aix steht in Münchens Stadtteil Maxvorstadt und verbindet Architektur mit wechselvoller Nutzung. Sein Bau begann 1856 als Biedermeier-Wohnhaus für den Kaufmann Carl Reschreiter. 1874 übernahm Edwin Graf von Seyssel d’Aix das Gebäude als königlicher Kämmerer mit Wurzeln in Savoyen. Franz Ranks Baufirma prägte den Umbau von 1913 bis 1914.

Die Neugestaltung verbindet französische Villen mit dem Régence-Stil und gab dem Palais sein heutiges Erscheinungsbild. Schmiedeeiserne Tore führen zu symmetrisch angeordneten Remisen, die früher Kutschen aufnahmen. Diese Nebengebäude gehören zur historischen Anlage des Palais. Das Palais war zeitweise Wohnsitz des Kardinals Eugenio Pacelli, des späteren Papstes Pius XII. In den 1930er-Jahren beherbergte es die Apostolische Nuntiatur. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte das American Forces Network das Gebäude von 1945 bis 1951. Seitdem beherbergt das Palais das Institut français in München.

Der Park rund um das Palais beherbergte einst ein Gewächshaus und einen historischen Brunnen. Der Park ergänzt die Architektur um eine weitere historische Ebene. Das Palais zeigt damit Bauformen und Nutzungen aus mehreren Epochen der Münchner Stadtgeschichte.

Stadt
München
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