Palais Ludwig Ferdinand
Das Palais Ludwig Ferdinand steht am Wittelsbacherplatz in München und gehört zur Architekturgeschichte der Stadt. Der Architekt Leo von Klenze entwarf den klassizistischen Bau. Zwischen 1825 und 1826 entstand das Palais als Wohnhaus für Karl Anton Vogel, einen Hersteller von Gold- und Silberfäden. Klenze wohnte selbst etwa fünfundzwanzig Jahre im Piano nobile. Seine Hauptfassade zeigt einen Mittelrisalit und einen Balkon über dem Eingang zur Wittelsbacherplatz. Die Ostseite weist auf eine kurze Straße am Odeonsplatz. Dort verbindet sich das Palais mit dem Odeon und dem Palais Leuchtenberg zu einem städtischen Ensemble. Klenze plante hier ursprünglich eine evangelische Kirche. Münchens erste evangelische Kirche entstand jedoch an einem anderen Ort, während das Palais seinen Platz am Odeonsplatz behielt. Um 1900 ergänzte Ludwig Ferdinand die Wittelsbacherplatz-Fassade um Rundbogentüren und einen weiteren Balkon. Der Zweite Weltkrieg beschädigte das Palais schwer. Nach dem Wiederaufbau zog 1949 die Münchner Zentralverwaltung von Siemens in das Gebäude ein. Siemens kaufte das Palais schließlich im Jahr 1957. Seit 2016 ergänzt eine neue Konzernzentrale das historische Palais.
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