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Merkurbrunnen

Der Merkurbrunnen steht in München im Tal nahe der Mohrenapotheke und verbindet Stadtgeschichte mit manieristischer Bildidee. Friedrich von Thiersch entwarf den Brunnen 1902 in München.

Sein Entwurf greift ein früheres Werk Giovanni da Bolognas auf, dessen Originalskulptur von 1580 in Florenz aufbewahrt wird. Im Zentrum steht Merkur, der römische Gott des Handels, des Glücks und der Reisen. Der Windgott Zephyr trägt Merkur auf einer Luftsäule. Die Figur balanciert dabei auf der Spitze seines rechten Fußes und erzeugt eine sichtbare Bewegung.

Diese Haltung folgt dem manieristischen Spiel mit Schwerkraft und Beweglichkeit. Nach schweren Kriegsschäden wurde der Brunnen 1966 abgebaut und bis zur Restaurierung 1975 eingelagert. Auch die Merkurfigur hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach ihrem Diebstahl 1993 entstand durch Spenden ein neuer Bronzeguss, der 1994 eingesetzt wurde. So erzählt der Merkurbrunnen mit Bronze, Luft und Bewegung von Kunst, Mythologie und Münchens Wandel.

Stadt
München
Aktualisiert

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