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Justizpalast, Landgericht München

Der Justizpalast, Landgericht München, steht an der Westseite des Karlsplatzes, den viele Münchner Stachus nennen. Seine neobarocke Fassade verbindet einen Granitsockel mit Fensterrahmen, Giebeln und sechs korinthischen Säulen. Über dem Bau erhebt sich eine zentrale Glaskuppel bis zu 67 Meter Höhe.

Friedrich von Thiersch entwarf das Gebäude, das zwischen 1890 und 1897 entstand. Zwei Innenhöfe gliedern den 138 Meter langen und 80 Meter tiefen Bau. Im Inneren bildet die 19 mal 29 Meter große zentrale Halle den räumlichen Mittelpunkt. Eine offene Vorhalle erinnert an die frühere Durchfahrt für Kutschen. Das Bayerische Justizministerium und das Landgericht München I haben hier ihren Sitz. Im Zweiten Weltkrieg fanden hier die Prozesse gegen Mitglieder der Weißen Rose statt, während der Weiße-Rose-Saal an ihren Mut erinnert.

Direkt daneben entstand 1905 ebenfalls nach Thierschs Entwurf der Neue Justizpalast. Seine rote Ziegelfassade folgt der norddeutschen Backsteingotik und wird von zwei Türmen geprägt. Am Giebel des älteren Baus stehen Justitia, Unschuld und Laster über dem bayerischen Wappen.

Stadt
München
Aktualisiert

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