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Bayerisches Staatsschauspiel - Marstall

Das Bayerische Staatsschauspiel - Marstall steht in München als klassizistischer Bau im Residenzkomplex. Leo von Klenze entwarf ihn zwischen 1817 und 1822 als königliche Reitschule und Stallung. Der Bau ersetzte das frühere Turnierhaus und verbindet höfische Architektur mit auffälligem Figurenschmuck.

Ein monumentales Rundbogenportal wird von Büsten des Kastor und Pollux flankiert. Johann Martin von Wagner schuf den künstlerischen Schmuck des Portals und der Reliefs. Acht runde Bronze reliefs mit Pferdeköpfen sowie steinerne Szenen der Schlacht zwischen Kentauren und Lapithen prägen die Fassade.

Luftangriffe beschädigten den Bau im April 1944 schwer, doch seine Außenansicht blieb beim Wiederaufbau erhalten. Zwischen 1969 und 1970 entstand die heutige Fassung mit dem historischen äußeren Erscheinungsbild. Seit 1972 dient der Marstall dem Residenztheater als experimentelle Bühne mit Proberäumen, Werkstätten und Lagern für Requisiten und Bühnenbilder.

Stadt
München
Aktualisiert

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