Santo Stefano Maggiore
Im Herzen Mailands steht Santo Stefano Maggiore, eine historische Basilika mit Wurzeln im fünften Jahrhundert. Halbrunde Bögen und kräftige Türme prägen ihr romanisches Erscheinungsbild.
Martiniano Osio gründete den ursprünglichen Bau um 417 an einem Ort mit Reliquien von vier christlichen Märtyrern. Nach einem Brand im Jahr 1070 entstand die Kirche bis 1075 im romanischen Stil neu. Im zehnten Jahrhundert erhielt sie ihre heutige Widmung an den heiligen Stephanus, nachdem sie zunächst San Zaccaria gewidmet war. Barocke Veränderungen im siebzehnten Jahrhundert und eine neue Sakristei im achtzehnten Jahrhundert ergänzten die mittelalterliche Substanz.
Im Atrium erinnert eine Gedenktafel an die Ermordung Herzog Galeazzo Maria Sforzas im Jahr 1476. Im Inneren liegen die sterblichen Überreste Martiniano Osios und weiterer Mailänder Erzbischöfe. Die Trivulzio-Kapelle entstand ab 1531, während ein geplanter Hauptkapellenbau von San Carlo Borromeo ausblieb. Caravaggio wurde hier am 30. September 1571 getauft, ein Detail, das die Kirche dauerhaft mit dem Maler verbindet.
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