Chiesa parrocchiale di Santa Maria Beltrade
Die Chiesa parrocchiale di Santa Maria Beltrade steht im Mailänder Stadtteil Nolo und verbindet Art déco mit neoromanischer Architektur. Ihre Fassade zeigt segmentierte Bögen und Lisenen mit geometrischen Formen. Hinter der neoromanischen Gestaltung liegen Art-déco-Details mit byzantinischen Einflüssen und einer klaren symbolischen Ornamentik. Die Kirche war das erste Gotteshaus der Beato-Angelico-Kunstschule. Monsignore Giuseppe Polvara gründete diese Schule, deren Entwurf hier eine eigenständige architektonische Sprache entwickelte. Der Bau nutzt Stahlbeton, Sichtmauerwerk und vorgefertigte Betonelemente. Sein rechteckiger Grundriss gliedert den Raum deutlich in Heiligtum, Presbyterium und Kapellen. Die Innenräume tragen liturgische Gemälde mit Bezügen zu frühchristlichen Kirchen. Antonio Martinetti, Ernesto Bergagna und Eliodoro Coccoli gehören zu den Künstlern, deren Werke das Innere prägen. In der Apsis zeigt ein Gemälde Jesus an einer Trauerweide. Ihre Wurzeln bilden sieben Quellen und verweisen auf den Baum des Lebens sowie die sieben Sakramente. Die Chiesa parrocchiale di Santa Maria Beltrade ist rollstuhlgerecht zugänglich.
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