Musée Jean Cocteau - Collection Severin Wunderman
Das Musée Jean Cocteau – Collection Severin Wunderman liegt in Menton an der französischen Riviera und widmet sich Jean Cocteau. Rudy Ricciotti entwarf den Bau mit einer schwarz-weißen Fassade, deren gezackte Säulen an eine Spinne erinnern. Auf rund 2.900 Quadratmetern verbinden sich moderne Architektur und Cocteaus künstlerische Bildwelt. Die Sammlung umfasst fast 1.000 grafische Arbeiten, darunter Zeichnungen mit Bleistift, Pastell und Aquarell. Sie gliedert sich in sieben Bereiche und geht größtenteils auf den amerikanischen Sammler Severin Wunderman zurück. Er begann mit neunzehn Jahren, Werke Cocteaus zu sammeln, und übergab seine Sammlung 2005 der Stadt Menton.
Neben den frühen Avantgarde-Arbeiten siehst du Filmausschnitte aus der „Orphischen Trilogie“ und 240 Originalfotografien von Lucien Clergue. Die Aufnahmen entstanden überwiegend während der Dreharbeiten zu „Das Testament des Orpheus“. Ein Dokumentationszentrum bewahrt Bücher, Zeitschriften und Monografien über den Künstler. Jean Cocteau gestaltete in Menton außerdem den Hochzeitssaal und arbeitete an der Ausstattung des Bastion. Dieses Fort von 1619 liegt am Hafen und blickt über das Mittelmeer. Café, Shop und barrierearme Zugänglichkeit ergänzen den Museumsbesuch. Besonders einprägsam bleibt die Fassade, deren schwarze Säulen zwischen hellen Flächen wie gezackte Zähne hervortreten.
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Foto: TangopasoPublic domain
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