Mariä Himmelfahrt
Mariä Himmelfahrt steht im Osten Memmingens als moderne katholische Pfarrkirche mit markantem Sektordesign. Ihr Bau entstand nach dem Zweiten Weltkrieg für mehr als 7.000 Kriegsflüchtlinge und 1.000 baltische Emigranten. Vom Augsburger Straße aus prägt der 58,5 Meter hohe Turm mit Petruskreuz das Stadtbild. Im Erdgeschoss erinnert eine Pietà von Andreas Bindl an die Kriegstoten.
Thomas Wechs entwarf den Bau, der 1956 geweiht wurde und verschiedene Künste verbindet. Zwei Stahlbetonbögen überspannen den quadratischen Innenraum mit 42,5 Metern Spannweite und 18 Metern Höhe. Kupfertüren von Georg Bernhard führen zu Seitenaltären mit Natursteinmosaiken und acht Heiligendarstellungen. Die Rieger-Orgel von 2004 besitzt 45 Register auf drei Manualen und Pedal.
Über dem zentralen Altar hängt ein Kronleuchter mit zwölf Kerzen, der an Jerusalem erinnert. Hinter dem Altar zeigt ein messingvergoldetes Tabernakel von Therese Hössle-Seidel das Letzte Abendmahl. Die nördliche Marienkapelle birgt sechs Buntglasszenen aus dem Leben Marias und ein Taufbecken mit schwebender Taube. Besonders eindringlich wirkt dort die österreichische Schutzmantelmadonna aus dem 16. Jahrhundert.
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