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Haus der Kramerzunft

Das Haus der Kramerzunft in Memmingen verbindet die Geschichte der Kaufleute mit den politischen Forderungen des Deutschen Bauernkriegs. Die Kramerzunft nutzte das Haus einst als gemeinsamen Versammlungsort.

Während des Deutschen Bauernkriegs kamen hier Bauernvertreter aus Oberschwaben zusammen und entwarfen die Zwölf Artikel. Die Artikel forderten Freiheit und Mitbestimmung für die Bauern. Ihre Verfasser begründeten diese Forderungen mit dem Evangelium und göttlichen Rechten und gründeten eine Christliche Union. Die Bundesordnung hielt ihre gemeinsamen Grundsätze fest.

Im Haus berieten die Bauern ausserdem, ob sie mit dem Schwäbischen Bund verhandeln oder den Kampf aufnehmen sollten. Der Schwäbische Bund besiegte die Bauern schließlich im militärischen Kampf. Dennoch verbreiteten sich die Zwölf Artikel im Reich und prägten die Erinnerung an frühe Forderungen nach Menschenrechten. Memmingen bewahrt dieses demokratische Erbe im Haus.

Die Kreishandwerkerschaft betreut das Gebäude und hält damit einen Ort demokratischer Geschichte in Memmingen lebendig. Sein Erbe steht für Menschenrechte und Freiheit.

Stadt
Memmingen
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