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Großer Salzstadel

Der Große Salzstadel steht in der Memminger Altstadt, genauer im Bereich der Kalcher Vorstadt. Sein Bau begann im späten fünfzehnten Jahrhundert und prägte die historische Stadtansicht.

Das langgestreckte Gebäude diente ursprünglich dazu, den Salzhandel an einem Ort zu bündeln. Memmingen lag an der Salzroute von München in die Schweiz. Vorher verteilten sich die Geschäfte über verschiedene Stellen der Stadt. Der Salzstadel schuf dafür im Handel eine zentrale Struktur.

Im Erdgeschoss trafen sich die Gesellschaft der Pfannenstiel, die Memminger Meistersinger und das Collegium musicum. Diese Räume dienten den Gruppen als Treffpunkte und Proberäume. Ein Bombenangriff beschädigte 1944 besonders den südlichen Abschnitt des Gebäudes. Der Wiederaufbau dieses Bereichs folgte bereits im Jahr 1945. Der Mittelteil und der Nordteil blieben dabei erhalten.

So verbindet der Bau mittelalterliche Handelsgeschichte mit dem kulturellen Leben Memmingens. Der Große Salzstadel beherbergt ein Fitnessstudio, Einzelhandelsgeschäfte, eine Spielhalle und ein Restaurant. Seine Nutzung umfasst damit Handel, Gastronomie, Sport und Unterhaltung unter einem historischen Dach. Als geschütztes Baudenkmal steht das Gebäude für die architektonische und kulturelle Geschichte Memmingens.

Stadt
Memmingen
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