Zitadelle
Die Zitadelle liegt auf dem Jakobsberg am Rand der Mainzer Altstadt und gehört zur ehemaligen Festung Mainz. Ihre quadratischen Mauern prägen einen Ort, an dem sich Wehrarchitektur, römische Spuren und mittelalterliche Überreste begegnen. Drususstein und der erhaltene Graben geben dem Gelände markante historische Bezugspunkte.
In ihrer heutigen Form entstand die Festung um 1660 aus der Schweickhardtsburg, die zwischen 1620 und 1629 eine strategische Lücke schloss. Zuvor stand hier seit etwa 1050 eine Benediktinerabtei. Die Reste der St.-Jakobs-Abtei erinnern an ihre weitgehende Zerstörung während der Belagerung von Mainz 1793. Preußische und österreichische Truppen nutzten den Ort im 19. Jahrhundert, später diente er in beiden Weltkriegen als Kriegsgefangenenlager. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die französische Armee bis 1955 vor Ort.
Heute arbeiten hier städtische Ämter, ausserdem befindet sich das Mainzer Historische Museum auf dem Gelände. Seit 1975 bringt das Open-Ohr-Jugendfestival am Pfingstwochenende zusätzlich Musik und Begegnungen in die Festungsmauern. Besonders eindrücklich verbindet der Drususstein römische Erinnerung mit den Befestigungen und Abteiresten rundherum.
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