St. Georg
St. Georg steht im Mainzer Stadtteil Bretzenheim und verbindet einen mittelalterlichen Ursprung mit sichtbaren Umbauten. Auf diesem Platz stand früh eine dem Salvator geweihte Eigenkirche, die 775 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ihre Nähe zu einem fränkischen Gräberfeld prägte vermutlich die Standortwahl. Das Gräberfeld kam 1907 ans Licht und verweist auf die ältere Geschichte des Ortes.
Im hohen Mittelalter wechselte die Widmung zu St. Georg, während 1189 das Patronatsrecht an das Mainzer Kapitel von St. Stephan überging. Der heutige Kirchenbau entstand im 18. Jahrhundert und wurde 1722 geweiht. Die Gemeinde finanzierte das Kirchenschiff, das Kapitel den Chor, wodurch zwei Träger am Bau beteiligt waren. Französische Truppen setzten die Kirche 1793 in Brand, danach folgte ein Wiederaufbau über fünfzehn Jahre.
Dabei kamen Ausstattungsstücke aus dem Kloster Dalheim in den Innenraum. Die Turmhaube erhielt 1896 ihre zwiebelförmige Gestalt. Eine neue Eingangshalle und Sakristei ergänzen den Bau seit der Renovierung von 1963. Besonders anschaulich bleibt der Turm: Sein Erdgeschoss diente bereits der früheren Kirche als Chor.
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- Aktualisiert

Foto: Rudolf StrickerAttribution
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