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Sankt Peter

Sankt Peter steht in Mainz unterhalb des Deutschhauses, am nordwestlichen Rand der historischen Innenstadt von Mainz. Die Rokokokirche verbindet eine barocke Halle mit einer Doppelturmfassade und zwei Zwiebeltürmen.

Erzbischof Friedrich gründete dort 944 ein Stiftskirchenkloster, das als Sankt Peter vor den Mauern bekannt war. Schwedische Angriffe zerstörten das Stift 1631 während des Dreißigjährigen Krieges. Erzbischof Johann Friedrich Karl von Ostein begann 1749 den Neubau, der 1757 nach Plänen Johann Valentin Thomans fertiggestellt wurde. Der Neubau entstand auf dem Gelände der romanischen Kirche Odenmünster, die seit 1724 verfiel.

Unter französischer Besatzung diente das Gebäude als Stall und bis 1918 als Garnisonskirche der preußischen Armee. Später wurde es als Pfarrkirche geweiht. Luftangriffe in den Jahren 1944 und 1945 zerstörten große Teile, doch Restaurierungen ab 1959 brachten die Doppeltürme 1961 in ihre ursprüngliche Form zurück. Zwischen 1973 und 1989 schuf Karl Manninger nach alten Fotografien neue Deckenfresken. Erhalten blieben die großen barocken Altäre und die Kanzel von Johannes Förster. Ein moderner Altar von Gernot Rumpf greift das Thema Menschenfischer auf. Eine Bronzestatue von Pater Franz Adam Landvogt kam 2003 hinzu.

Stadt
Mainz
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