Jupitersäule
Die Jupitersäule steht heute in der Steinhalle des Landesmuseums Mainz und erinnert an das römische Mogontiacum. Das rekonstruierte Denkmal war dem römischen Jupiter gewidmet. Seine zwei fast würfelförmigen Basissteine tragen fünf leicht verjüngte Säulentrommeln. Oben sitzen ein korinthisches Kapitell und ein kubischer Deckstein.
Lokale Zivilisten ließen das Monument in Neros Regierungszeit zwischen 65 und 67 errichten. Die Zerstörung in der Spätantike trennte seine erhaltenen Teile. 1904 und 1905 entdeckte man die Fragmente wieder, danach entstand die heutige Rekonstruktion. Der Fund gilt als älteste, größte und aufwändigste Jupitersäule im deutschen Sprachraum.
Auf den Steinen erscheinen 28 Gottheiten der römisch-keltischen Mythologie, darunter Jupiter, Fortuna, Minerva und Mercurius. Auch Neptun, Diana, Victoria und Mars sind dargestellt. Der verwendete Lothringer Keuperkalkstein stammt aus der Gegend von Verdun. Mit Jupiterfigur erreichte die Säule 12,50 Meter, ohne sie misst sie 9,14 Meter. Die über drei Meter hohe Figur hielt einen Blitz und stand mit einem Adler verbunden.
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