Drususstein
Der Drususstein steht auf dem Gelände der Zitadelle in Mainz und verbindet Architektur mit römischer Geschichte. Der massive Mauerblock stammt aus der römischen Antike.
Ursprünglich trug das Bauwerk eine Marmorfassung, heute zeigt es seine massive Mauerstruktur. Forschende deuten ihn meist als Kenotaph des römischen Generals Drusus. Drusus war der Stiefsohn des Kaisers Augustus und spielte eine wichtige Rolle in der römischen Militärgeschichte.
Mogontiacum war der römische Name für Mainz in der Antike. Der Drususstein war dort ein wichtiger Ort für Gedenkfeiern und den Kaiserkult. Eine Prozessionsstraße verband den Drususstein einst mit dem Theater von Mogontiacum. Das Theater von Mogontiacum war das größte bekannte Theater nördlich der Alpen.
Der Stein verlor im Laufe der Zeit seine Marmorfassung. Im sechzehnten Jahrhundert wurde der Bau als Wachturm in die Stadtbefestigung einbezogen. Eine Treppe und ein Türrahmen passten den massiven Bau für die Verteidigung an.
Der Drususstein steht an seinem ursprünglichen Ort. Zusammen mit der Igelsäule gehört er zu den wenigen erhaltenen antiken Grabdenkmälern nördlich der Alpen. Seine Mauern erinnern an Mogontiacum und an weitere römische Spuren in Mainz.
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