Turm 20 (Cäcilia)
Turm 20 (Cäcilia) gehört in Linz zur Maximilianischen Turmlinie, einer historischen Befestigungsanlage aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert. Die Anlage umgab Linz mit einzeln stehenden Türmen.
Erzherzog Maximilian Joseph von Österreich-Este entwickelte die Idee für diesen Verteidigungsring nach seinen Erfahrungen aus den Napoleonischen Kriegen. Die Türme trugen Namen weiblicher Heiliger und zusätzlich ihre jeweiligen Nummern. Dicke Steinmauern, Ziegelgewölbe, Gräben und Erdwälle bestimmten ihre wehrhafte Architektur und erschwerten Angriffe auf die Anlage. Turm 20 zählt zu den erhaltenen Bauwerken dieser Linie.
Nach der Aufgabe der Befestigung erhielt der frühere Militärbau eine neue Rolle im kulturellen Leben von Linz. Heute finden dort Theateraufführungen und Konzerte statt. Auch Lesungen, Musikkabarett und weitere kulturelle Zusammenkünfte nutzen die Räume zwischen den historischen Mauern. Klassische Stücke und lokale Musik gehören zum Veranstaltungsangebot. Die Verbindung von Festungsgeschichte und Kultur macht Turm 20 zu einem besonderen Ort innerhalb der Linzer Stadtgeschichte. Seine Architektur bildet eine markante Kulisse für heutige Veranstaltungen. Wer Turm 20 betrachtet, erkennt daran, wie Linz ein militärisches Bauwerk mit neuen kulturellen Aufgaben verbindet.
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