Pionierdenkmal
Das Pionierdenkmal erinnert am Linzer Hochwasserschutzdamm an gefallene Pioniere und Sappeure beider Weltkriege. Vier große Kupfermedaillons und ein Doppeladler prägen die Gestaltung. Auf einem Medaillon liest du die Widmung „Pioniere wie immer die Pioniere und Sappeure ihren toten Kameraden“.
Die Planung von 1936 stammt vom Architekten Alexander Popp, die bildhauerische Ausführung vom Bildhauer Wilhelm Frass. Beide Künstler waren bereits vor 1938 Mitglieder der illegalen NSDAP. Zwischen 1936 und 1939 stand das Mahnmal nahe der Donaubrücke, bevor der Bau der Nibelungenbrücke seinen Abbau erforderte. 1963 kehrte es auf den neu errichteten Hochwasserschutzdamm zurück.
Das öffentliche Kunstwerk steht seit 2009 unter Denkmalschutz und verbindet Erinnerung mit österreichischer Zwischenkriegskunst. Seine Entstehung, seine Symbolik und die nationalsozialistischen Verbindungen der Urheber führten zu kritischen Debatten. Erklärende Materialien, eine Umgestaltung und sogar eine Entfernung wurden diskutiert. Bis 2007 fanden hier Kranzniederlegungen durch Pioniereinheiten des österreichischen Bundesheeres statt, die ein privater Verein organisierte.
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