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Landhaus

Das Landhaus in Linz entstand zwischen 1568 und 1658 in mehreren Bauabschnitten und verbindet Renaissance, Barock und Rokoko. Seit 1861 ist das Landhaus Sitz des Oberösterreichischen Landtags. Die Anlage umfasst drei Innenhöfe, einen gewölbten Durchgang zur Klostergasse und den hohen Landhausturm. Der Turm erhielt 1801 seine barocke Kupferhaube. Im Renaissance-Arkadenhof steht der Planetenbrunnen, dessen Mittelsäule sieben personifizierte Planeten des ptolemäischen Systems zeigt. Kräftige rote Marmorsäulen prägen den Steinernen Saal.

Das Nordportal aus rotem und teilweise bemaltem Marmor gehört zu den markanten Renaissanceportalen Österreichs. Das Südportal zeigt dagegen klare Formen des Barock. Ein Brand zerstörte 1800 große Teile der Ausstattung, worauf Ferdinand Mayr klassizistische Fassaden entwarf. Die Promenade entstand damals anstelle von Stadtmauer und Stadtgraben. Johannes Kepler unterrichtete von 1574 bis 1629 vierzehn Jahre an der protestantischen Schule des Landhauses. Eine Bibliothek gehörte ebenfalls zur früheren Schule. Vor dem Südportal markiert der 3,14 Meter breite Glockenring den früheren Standort der Pummerin. Archäologen legten außerdem eine römische Befestigung, einen mittelalterlichen Friedhof und eine barocke Steinbrücke frei.

Stadt
Linz
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