Städtisches Kaufhaus
Das Städtische Kaufhaus in Leipzig verbindet Handelsgeschichte, Konzertgeschichte und erhaltene Bauteile verschiedener Epochen. Rayher, Korber und Müller entwarfen den Bau im Stil des Barockrevivals. Zwischen 1894 und 1901 entstand das Gebäude in drei Bauabschnitten. Zuvor stand hier das erste Gewandhaus mit Zeughaus und Tuchhandel. Die Stadtbibliothek folgte, und Teile ihrer aufwendigen Gestaltung blieben im Neubau erhalten. Im späten 18. Jahrhundert wurde das Zeughaus zum ersten festen Konzertsaal des Gewandhausorchesters. Der Saal empfing Mozart, Liszt und Mendelssohn Bartholdy. Die Entwicklung zur Mustermesse prägte den Neubau, der als spezialisiertes Messehaus im Leipziger Zentrum entstand.
Die Bombardierung 1943 beschädigte das Haus schwer, während nördliche Teile bis in die 1980er Jahre Ruinen blieben. Nach der Wiedervereinigung bewahrte eine Restaurierung zwischen 1993 und 1996 historische Elemente. Heute nutzen Büros, Geschäfte und Restaurants die Räume des Städtischen Kaufhauses. Eine barocke Treppe erinnert an den früheren Konzertsaal. Leipzigs ältester erhaltener Aufzug gehört ebenfalls zu den sichtbaren Besonderheiten dieses Gebäudes. Im Innenhof zeigt die Straße der Stars Handabdrücke von Mariah Carey, Max Schmeling und Hans-Dietrich Genscher. An der Universitätsstraße steht außerdem eine Statue Kaiser Maximilians. Überdachte Passagen verbinden hier Geschäfte, Gastronomie und Leipziger Stadtgeschichte.
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