Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig ist ein städtisches Theaterensemble in Leipzig, dessen Hauptspielstätte seit 1957 das Schauspielhaus bildet. Der neoklassizistische Bau entstand zwischen 1954 und 1957 nach Plänen von Karl Souradny, Franz Herbst und Rolf Brummer. Die restaurierte Fassade steht heute unter Denkmalschutz.
Leipziger Theatergeschichte reicht bis zum Comödienhaus zurück, das Heinrich Gottfried Koch 1766 als erstes festes Theatergebäude der Stadt eröffnete. Im 19. Jahrhundert teilten das Alte Theater und das Neue Theater Schauspiel und Oper untereinander auf. Bombenangriffe zerstörten 1943 mehrere Leipziger Bühnen, darunter das Schauspielhaus. Nach dem Krieg eröffnete das hergerichtete Centraltheater 1945 mit Shakespeares Ein Sommernachtstraum.
Die Hinterbühne schafft Nähe zwischen Publikum und Schauspiel, während die Diskothek jungen Autorinnen und Autoren Raum gibt. Die Residenz in der Baumwollspinnerei verbindet Theater mit interdisziplinärer künstlerischer Arbeit. Audiodeskriptionen, ein taktiles Leitsystem und Gebärdensprachangebote unterstützen blinde, sehbehinderte und gehörlose Besucher. Dreimal gewann das Haus den Mülheimer Dramatikerpreis.
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