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Musikschule Johann Sebastian Bach

Die Musikschule Johann Sebastian Bach liegt in Leipzig, einer Stadt, in der Musik zum Alltag gehört. Sie ist die zweitgrößte Musikschule Deutschlands und unterrichtet an sieben Standorten in der Stadt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen hier Musik und Tanz. Manche bleiben viele Jahre, andere nehmen nur einen kurzen Kurs. Ob du nur zum Spaß ein Instrument spielen willst oder eine professionelle Musiklaufbahn ansteuerst: für beides ist hier Platz.

Die Schule startete 1951 als Volksmusikschule, zunächst nur mit einer Gitarren- und Mandolinenabteilung. Tanz und Kunst kamen 1960 in das Programm, später reichte das Angebot in den ganzen Bezirk hinein. 1985 bekam die Schule ihren heutigen Namen, und im selben Jahr entstand das Jugendsinfonieorchester. Die künstlerische Leitung übernahm damals Ivan Ivanov aus Bulgarien. Nach der Wende ist die Einrichtung eine Landesmusikschule, die dem Kultusministerium untersteht und dem Verband deutscher Musikschulen angehört. Ron-Dirk Entleutner leitet sie seit dem Jahr 2000. Unter seiner Führung erhielt das Orchester 2003 als einziges deutsches Jugendorchester eine Einladung zum Edinburgh Music Festival.

Die Ensembles decken viele Richtungen ab, von der Big Band über Akkordeon, Holzbläser, Jazz und Rock bis zu Klezmer. Dazu kommen mehrere Chöre, darunter die Leipziger Bachlerchen für Kinder, und eine Popakademie für Bands und Improvisation. Das Gewandhausorchester Leipzig fördert den Nachwuchs, und seit 2005 arbeitet auch das MDR Sinfonieorchester mit den Schülern zusammen. Dabei sehen die Jugendlichen, wie professionelle Musiker arbeiten. Das Jugendsinfonieorchester gewann den Bundeswettbewerb des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2008 und erneut 2016, damals mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten. Im September 2024 spielten Schüler an der Oper Leipzig ein Streichtrio von Wolfgang Amadeus Mozart. Man fand die Komposition in den Leipziger Städtischen Bibliotheken und schrieb sie Mozart zu. Das Streichtrio trägt den Titel Serenate ex C, den Beinamen Ganz kleine Nachtmusik und erhielt im Köchel-Verzeichnis die Nummer 648.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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