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Michaeliskirche

Die Michaeliskirche steht am Leipziger Nordplatz, wo mehrere Sichtachsen zusammentreffen. Ihre ungewöhnliche Nord-Süd-Ausrichtung folgt dem Straßennetz der nördlichen Vorstadt und prägt den Blick auf das Gebäude. Sandstein, reichhaltige Bauskulpturen und ein 70 Meter hoher Turm bestimmen die Außenansicht. Im Inneren zeigt sich ein kreuzförmiges Kirchenschiff mit Kapellen rund um den Chor.

Heinrich Rust und Alfred Müller entwarfen den Bau für das stark wachsende Viertel, begonnen wurde 1901, die Weihe folgte im Juni 1904. Renaissance, Neugotik, Neobarock und Jugendstil verbinden sich hier zu einer historistischen Architektur. Eine Sauer-Orgel von 1904, Eichenholz an Bänken, Kanzel, Empore und Orgel sowie Marmor an Altar und Taufstein prägen den Raum. Die Michaelis-Friedens-Gemeinde nutzt ihn für Gottesdienste und Veranstaltungen, außerdem finden Konzerte und kulturelle Ereignisse statt.

Besonders eindrucksvoll sind die vier Eisenhartgussglocken von 1955: Die größte wiegt etwa 2050 Kilogramm und trägt einen Vers aus dem Römerbrief.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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