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Kirche Hohen Thekla

Die Kirche Hohen Thekla steht im Leipziger Stadtteil Thekla auf dem siebzehn Meter hohen Kirchberg. Die romanische Saalkirche hebt sich mit ihrem querstehenden Westturm deutlich aus der flachen Umgebung ab. Große Feldsteine prägen das Bruchsteinmauerwerk, dessen Wände bis zu zwei Meter dick sind. Ein Satteldach, ein Walmdach am Turm und ein Triumphbogen zum Chor bestimmen das äußere Bild.

Das Gebäude entstand vermutlich um die Mitte des zwölften Jahrhunderts und diente als Wehrkirche. Als Pfarrkirche gehörte sie zu den Dörfern Neutzsch, Cleuden und Plösen, die 1889 zu Thekla zusammenfanden. Brände 1637 und 1959 sowie Schäden im Dreißigjährigen Krieg führten mehrfach zu Wiederaufbauten. Weiße Wände, braune Holzbalken und Ausstattungsstücke von Werner Hempel prägen heute den Innenraum der sechziger Jahre.

Der Friedhof bewahrt barocke und klassizistische Grabsteine rund um das Kirchengebäude. Drei französische Kanonenkugeln stecken im Turmputz und erinnern an die Völkerschlacht bei Leipzig. Die heutige Orgel stammt von Hermann Eule aus Bautzen und besitzt zwei Manuale, Pedal und fünfzehn Register. Die Stahlglocken tragen Inschriften, die auf den Brand von 1959 verweisen.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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