Hochschule für Grafik und Buchkunst
Die Hochschule für Grafik und Buchkunst gehört seit ihrer Gründung im Jahr 1764 zu den ältesten Kunsthochschulen Deutschlands. Der heutige Sitz entstand im Jahr 1896 als Akademiegebäude. Das italienische Neorenaissancegebäude beherbergt Ateliers und Werkstätten für Malerei, Druckgrafik, Fotografie, Medienkunst und Buchgestaltung. Das Gebäude ist barrierefrei zugänglich und bietet entsprechende Einrichtungen.
Traditionelle Verfahren wie Lithografie, Buchdruck und künstlerischer Offsetdruck gehören zum Profil der Hochschule. Eine Galerie und eine wissenschaftliche Bibliothek ergänzen die Arbeitsräume. Die Akademie bietet Studiengänge in Bildender Kunst und Design sowie den Masterstudiengang Cultures of the Curatorial an. Der traditionelle deutsche Diplomabschluss gehört zu ihrem Ausbildungsprofil.
Die Akademie für Transkulturellen Austausch richtet Kunst- und Designausbildung an Menschen mit Fluchthintergrund. Absolventinnen und Absolventen können ihre künstlerische Entwicklung im Meisterschüler*innen-Programm vertiefen. Johann Wolfgang von Goethe studierte hier Malerei, während Max Klinger später an der Akademie unterrichtete. In den 1970er-Jahren formten Studierende die Leipziger Schule, später verband sich der Ort mit der Neuen Leipziger Schule. Künstler wie Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig und Neo Rauch prägten diese Geschichte. Ausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen machen die Hochschule zu einem Ort künstlerischen Austauschs in Leipzig.
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