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Geschwister Scholl-Haus, Institut für Kunstpädagogik

Das Geschwister Scholl-Haus, Institut für Kunstpädagogik, steht in Leipzig nahe der Nikolaikirche und verbindet Universität, Architektur und Erinnerung. Fritz Schumacher entwarf den Bau zwischen 1908 und 1910. Seine Reformarchitektur ordnet Arkaden, kräftige Pfeiler, Erker und ein Mansarddach mit unterschiedlich geformten Gauben zu einer klaren Fassade.

Rochlitzer Porphyr betont Geschäftszone, Dachgesims und plastische Schmuckelemente. Über dem nischenartigen Eingang zeigen Reliefs historische Handelsschiffe, allegorische Handelsfiguren und einen pausbäckigen Merkur. Durch drei Portaltüren erreichst du ein Foyer mit großem Glasdeckenlicht und vier Hängelampen. Eine Treppe mit rötlich-braunen Keramiken von Villeroy & Boch führt in die oberen Räume. Sichtbarer Stahlbeton gliedert das Innere, während farbige Decken, Bögen und Holzarbeiten zurückhaltend hervor treten.

1948 erhielt der Bau seine Widmung an Sophie und Hans Scholl, Mitglieder der Weißen Rose. Seit 1995 beherbergt er das Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig. Im Foyer finden Ausstellungen, Lesungen und Präsentationen studentischer Arbeiten statt, darunter die jährliche Ausstellung „Schicht“.

Stadt
Leipzig
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