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Frieda Hilsenrath

Frieda Hilsenrath erinnert in Leipzig ein Stolperstein aus Messing, eingelassen in den Gehweg, an eine jüdische Person, die verfolgt wurde. Der kleine Stein liegt vor dem letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsort der Geehrten. Stolpersteine gehören zu einem europaweiten Projekt, das der Künstler Gunter Demnig in den 1990er-Jahren begann. Viele einzelne Zeichen machen das Gedenken im Alltag sichtbar, statt es an einem einzigen Denkmal zu konzentrieren.

Leipzig besaß vor dem Zweiten Weltkrieg eine lebendige jüdische Gemeinde mit Synagogen, Schulen, Geschäften und Kulturvereinen. Der Holocaust zerstörte dieses Gemeindeleben, während Familien deportiert, ermordet oder zur Flucht gezwungen wurden. Nach dem Krieg blieb die jüdische Gemeinde deutlich kleiner, doch lokale Freiwillige pflegen die Messingsteine und halten die Erinnerung wach. Wenn du auf den Gehweg blickst, findest du hier ein kleines Zeichen, das deinen Schritt unterbricht und Frieda Hilsenrath in Leipzigs täglichem Stadtbild gegenwärtig hält.

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Leipzig
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