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Arthur Cerf

Der Stolperstein für Arthur Cerf liegt in Leipzig am Ort seiner früheren Wohnung, mitten im öffentlichen Gehweg. Die Messingtafel liegt bündig im Pflaster und bleibt Teil des täglichen Stadtbilds. Ihr Name verweist auf einen jüdischen Leipziger, dessen Leben die nationalsozialistische Verfolgung aus seiner vertrauten Umgebung riss. Der unscheinbare Ort macht persönliche Geschichte im Straßenraum sichtbar.

Das von Gunter Demnig begründete Projekt erinnert seit den 1990er Jahren an Menschen, die das NS-Regime verfolgte. Im November 1938 wurde Cerf verhaftet und nach Buchenwald deportiert. Später gelang ihm die Flucht nach Kuba, doch auch dort blieb sein Leben vom erzwungenen Exil geprägt. Er starb 1944 in Kuba, fern von seiner Leipziger Wohnung. Der Stolperstein hält damit Flucht, Überleben im Exil und den Tod fern der Heimat im Leipziger Alltag präsent. Viele solcher Steine verbinden in Leipzig Namen mit konkreten Wohnorten. Hier genügt ein Blick auf das Messing, damit sein Name aus dem Gehweg in die Stadtgeschichte tritt.

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Leipzig
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