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Alte Handelsbörse

Die Alte Handelsbörse steht am Naschmarkt in Leipzig und gehört zum Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. Sie gilt als ältestes erhaltenes Barockgebäude der Stadt.

Das freistehende, zweigeschossige Bauwerk entstand als repräsentativer Treffpunkt für Leipziger Kaufleute und verband Geschäfte mit gesellschaftlichen Veranstaltungen. Der Börsensaal lag im Obergeschoss.

Seine verputzte Fassade verbindet niederländische und italienische Barockformen mit Pilastern, Festons und einer Sandsteinbalustrade. Hohe Fenster gliedern die Fassaden.

Eine doppelläufige Freitreppe führt zum Haupteingang, über dem geflügelte Putten das Leipziger Stadtwappen halten. Apollo und Merkur schmücken die Vorderseite.

An der Rückseite stehen Minerva und Venus, während die regelmäßige Fensterordnung den Bau klar strukturiert. Der Börsensaal diente Auktionen, Bällen und Versammlungen.

Die Handelsbörse erleichterte außerdem den Austausch über Handelswege, Preise und Marktrisiken. Eine frühe Bank ergänzte diese kaufmännische Funktion.

Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude vollständig aus, doch die Außenhülle wurde später wiederhergestellt. Fassade und Fenster erhielten ihre historische Gestaltung zurück.

Nach der Restaurierung fanden dort Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen statt. Damit verbindet der Bau Handelsgeschichte mit Leipziger Kulturleben.

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Leipzig
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