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Apostelkirche

Im Osten von Krumbach, auf dem Boden des früheren Dorfes Hürben, steht die Apostelkirche. Von außen gibt sich der Fachwerkbau schlicht, mit Spitzbogenfenstern und einem steilen Satteldach. Du erkennst ihn schon von weitem am Dachreiter mit dem goldenen Kreuz. Innen ist die Ausstattung vom Altar über Kanzel und Orgel bis zu den Bänken neugotisch geschnitzt.

Die katholisch-apostolische Gemeinde erbaute sie zwischen 1863 und 1871, kurz nachdem König Maximilian II. von Bayern ihr die Gottesdienste zugestanden hatte. So entstand die erste Kirche dieser Gemeinschaft in Bayern. Vermutlich war sie die erste deutsche Kirche in viktorianischer Neugotik überhaupt. Der Stil erklärt sich aus den englischen Wurzeln der Bewegung. 1965 ging das Haus an die evangelisch-lutherische Gemeinde über, weil die katholisch-apostolische zu Beginn der sechziger Jahre fast verschwunden war. Die Absicht lautete dabei klar: das Gebäude sollte Kirche bleiben, kein Museum und kein Konzertsaal. Die beiden Gruppen kannten sich längst, denn schon in den zwanziger Jahren durften die Protestanten hier feiern, bevor ihre Evangeliumskirche entstand. Eine Renovierung stellte 1975 und 1976 den ursprünglichen Zustand wieder her.

Im Alltag heißt sie bei den Krumbachern trotzdem anders: Lindlkirche. Woher dieser Name stammt, weiß heute niemand so recht.

Stadt
Krumbach (Schwaben)
Aktualisiert

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