Schnetztor
Das Schnetztor in Konstanz ist ein mittelalterliches Stadttor, dessen Bau um 1388 als Teil der Stadtbefestigung begann. Sein gotischer Mittelturm erreicht etwa 36 Meter Höhe. Zwei kleinere Türme flankieren den Hauptturm und tragen wie dieser markante spitze Dächer. Die Anlage diente einst dem Zugang und der Verteidigung. Sein Name erinnert an Conrad Schnetzler, den Baumeister, der auch an weiteren Konstanzer Bauwerken mitwirkte. Später nutzte die Stadt das Bauwerk zeitweise für Gefängniszellen und Lagerräume. Erhaltene originale Wandmalereien gehören zu den besonderen Details im Inneren.
Aus Sicherheitsgründen bleiben Innenräume und obere Ebenen unzugänglich, während das Tor an einer öffentlichen Straße steht. Das Schnetztor blieb im 19. Jahrhundert durch öffentlichen Protest erhalten. Zu den prägenden Namen dieser Rettung zählen der Kunsthistoriker Ludwig Leiner und der Architekt Ferdinand Kramer. Heute gehört es zu den wenigen erhaltenen Torhäusern Deutschlands in ursprünglicher Form. Seine Lage nahe dem Bodensee und der Schweizer Grenze verbindet das Bauwerk mit der Konstanzer Altstadt. Enge Gassen, Fachwerkhäuser, Geschäfte, Cafés und Restaurants prägen die Umgebung. Das Konstanzer Münster und das Rosgartenmuseum liegen ebenfalls in der näheren Umgebung.
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