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St. Vitus

St. Vitus steht in Heidelberg-Handschuhsheim und gilt als älteste Kirche Heidelbergs. Eine Urkunde erwähnt die Kirche erstmals im Jahr 774.

Sichtbare Mauerreste im Triumphbogen und an der östlichen Turmwand stammen aus der frühen Steinbauphase. Romanische Säulen und ein gedrungener Turm prägen den Innenraum und die Südansicht.

Der 25 Meter hohe Turm verbindet romanische und gotische Formen. Im gotischen Chor zeigen Maßwerkfenster, Netzrippengewölbe und Glasbilder Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.

Fresken an West- und Südwand erzählen vom Leben Jesu und zeigen Heilige. Ein freistehender Altar aus Kirchheimer Muschelkalk steht neben einem großen Wandteppich mit Motiven aus der Offenbarung.

Das Gotteshaus bewahrt außerdem Grabsteine und Epitaphe der Herren von Handschuhsheim. Das Grabmal von Hans von Ingelheim und Margarethe von Handschuhsheim aus 1519 gilt als Werk früher deutscher Renaissanceplastik.

St. Vitus diente zeitweise katholischen und protestantischen Gemeinden. Eine Erweiterung von 1933 und 1934 veränderte die Ausrichtung, während der alte gotische Chor zur Seitenkapelle wurde.

Die 1980 eingebaute Orgel besitzt 22 Register und über 1500 Pfeifen. Sieben Glocken hängen im Turm, darunter eine aus dem Jahr 1791.

Das ehemalige Pfarrhaus von 1741 ergänzt das Ensemble als Beispiel spätbarocker Architektur.

Stadt
Heidelberg
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