Haus Buhl
Haus Buhl steht in der Heidelberger Altstadt und zeigt barocke Baukunst aus dem frühen 18. Jahrhundert. Friedrich Gerhard von Lünenschlos ließ es zwischen 1703 und 1714 errichten. Johann Jakob Rischer wird die Planung zugeschrieben, während das zweigeschossige Gebäude ein Mansardwalmdach trägt. Die siebenachsige Fassade besitzt charakteristische Ohrfenster und prägt das Straßenbild.
Im Inneren führt ein symmetrischer Grundriss mit zwei seitlichen Treppenhäusern zu einem südlichen Balkon. Das repräsentative Portal samt Treppe entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Louis-Seize-Stil. Dadurch verbindet sich der späte Barock mit den ersten Formen des Frühklassizismus. Ein Herrenzimmer erinnert an Heinrich Buhls Besitzzeit zwischen 1889 und 1907. Zwei Tore des älteren Fachwerkhauses wurden übernommen, dessen westliches Portal erhalten blieb.
Heidelberg University nutzt Haus Buhl als Gästehaus sowie für Empfänge, Konzerte und Theateraufführungen. Nach mehreren Funktionen als Studentenwohnheim und Gesellschaftshaus prägt es weiterhin das akademische Leben. Die Beletage erhielt 1986 eine Restaurierung im Stil des späten 18. Jahrhunderts. Besonders eindrucksvoll bleibt der südliche Balkon am Ende der ineinandergreifenden Treppenhäuser.
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