Gaisbergturm
Der Gaisbergturm steht in Heidelberg am Rand des Gaisbergs und verbindet Architektur mit der Geschichte der Weststadt. Der Aussichtsturm entstand im Jahr 1876 für einen Blick über Heidelberg.
Der Architekt Fritz Seitz entwarf das rund dreizehn Meter hohe Bauwerk für den Heidelberger Schloss- und Altertumsverein. Roter Sandstein prägt die äußeren Wände des Turms. Die sorgfältig behauenen Steine liegen ohne Mörtel übereinander und zeigen die regionale Besonderheit des Trockenmauerwerks. Der Turm wurde 1926/27 und 2002/03 aus Sicherheitsgründen restauriert.
Eine äußere Wendeltreppe führt mit fünfundachtzig unterschiedlich geformten Stufen zu einer Plattform mit Geländer. Die Plattform liegt zwischen hohen Bäumen am Gaisberghang. Dadurch bleibt der frühere freie Blick über Heidelberg und die Rheinebene von oben eingeschränkt. Der Turm gilt als Wahrzeichen der Heidelberger Weststadt.
Mehrere Wanderwege verbinden den Gaisbergturm mit dem Schloss, dem Königstuhl, der Altstadt und dem Naturpark Neckartal-Odenwald. Bänke und Tische stehen am Fuß des Turms. Der Platz gehört damit zu einer Landschaft aus Aussichtsturm, Wegen und Naturplätzen rund um Heidelberg. Lokale Literatur und Wanderführer erwähnen den Gaisbergturm. Seine seltene Bauweise macht den Gaisbergturm zu einem anschaulichen Beispiel historischer Architektur in dieser Region.
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