Friedenskirche
Die Friedenskirche steht im Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim auf einer kleinen Anhöhe hinter der Tiefburg. Ihr 61 Meter hoher Turm prägt die Silhouette des Stadtteils. Die freistehende Lage zeigt drei unterschiedlich gestaltete Fassaden, deren Treppentürme und Anbauten an eine Burg erinnern. Spätgotik, Renaissance und Jugendstil verbinden sich unter einem Rippengewölbe mit griechischem Kreuzgrundriss, vier Emporen und farbigen Fenstern.
Hermann Behaghel entwarf den evangelischen Bau, der zwischen 1908 und 1910 entstand. Die Bauzeitfenster gestaltete Rudolf Yelin für die Heidelberger Glaswerkstatt Beiler. Renovierungen veränderten den Innenraum, zuletzt stellte die Neugestaltung von 2012 den axialen Zusammenhang von Orgel, Kanzel und Altar modern her. Ein schwarzer Bronzealtar steht heute im Zentrum, während eine gestufte Plattform Gemeindebereich und Orgelempore verbindet.
Die heutige Orgel besitzt 44 Register, mechanische Spieltraktur und elektrische Registertraktur. Orgelbau Lenter ergänzte sie 2012 unter anderem um ein neues Rückpositiv. Chor, Gottesdienste und Konzerte nutzen die großzügige Raumwirkung und die besondere Akustik.
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