Markuskirche
Die Markuskirche steht im hannoverschen Stadtteil List und ist eine evangelisch-lutherische Kirche mit barrierefreiem Zugang. Ein breites Hauptschiff, ein schmales Seitenschiff und der siebzig Meter hohe Turm prägen das Äußere.
Otto Lüer entwarf den Bau, der zwischen 1902 und 1906 auf städtischem Grundstück entstand. Vierhundert Betonpfähle sichern den Turm im sandigen Boden, während gotische Elemente seine Form bestimmen. An der Südwestseite zeigt ein 1907 vollendetes Mosaik den auferstandenen Christus als Weltenherrscher. Der Zweite Weltkrieg zerstörte die neoromanische Ausstattung, danach blieben Ziegel in den Gewölben sichtbar.
Gottesdienste, Ausstellungen, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen verbinden den Raum mit dem Leben im Stadtteil. Die von Paul Ott zwischen 1958 und 1962 gebaute Orgel diente auch Studierenden der nahegelegenen Musik- und Theaterschule. Über dem Haupteingang leuchtet seit 2015 eine Lichtskulptur von Claudia Wissmann am Abend und in der Nacht. Vom einst sieben Meter hohen vergoldeten Altar sind nur Altartisch und Kruzifix erhalten.
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