Klosterkirche Marienwerder
Die Klosterkirche Marienwerder steht im gleichnamigen Stadtteil im Nordwesten Hannovers und gehört zum Kloster Marienwerder. Die älteste Kirche Hannovers wurde im Jahr 1200 geweiht und verbindet romanische Fenster mit einem gotischen Gewölbe. Als dreischiffige Basilika besitzt sie ein Querschiff, ein Chorjoch sowie eine Hauptapsis und zwei Seitenapsiden.
Kirche und Kloster gründete Graf Konrad I. von Roden im Jahr 1196, danach prägten Brände, Umbauten und Restaurierungen das Gebäude. Ein Brand zerstörte 1335 das nördliche Seitenschiff, während die umfassende Erneuerung von 1858 bis 1861 unter Conrad Wilhelm Hase und Georg Ludwig Comperl Portal, Empore und Innenraum veränderte. Die neoromanische Ausmalung von Apsis und Chor entstand 1886, die drei Glasfenster der Apsis folgten 1898.
Im Inneren bleibt die Eichen-Kruzifixgruppe aus der Zeit um 1230 besonders eindrucksvoll. Kanzel und Taufbecken entwarf Christian Adolf Vogell 1859, während ein Radleuchter seit 2008 über dem Taufbecken im Vierungsbereich hängt. Die reich verzierten Bronzetüren zeigen Motive aus der Gründungslegende, der Bibel und der diakonischen Arbeit.
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