Großer Garten
Der Große Garten liegt im hannoverschen Stadtteil Herrenhausen und gehört zu den bedeutenden barocken Gärten Europas. Ein Wassergraben umschließt die Anlage auf allen Seiten. Mit 50,2 Hektar bildet sie den historischen Kern der Herrenhäuser Gärten neben Berggarten, Georgengarten und Welfengarten.
Die Planung begann im siebzehnten Jahrhundert mit dem Bau des Schlosses Herrenhausen und einem Küchengarten bei Höringehusen. Herzog Georg von Calenberg stieß das Vorhaben 1638 an. Italienische Einflüsse prägten die Gestaltung, an der Girolamo Sartorio, Michael Grosse und Henry Perronet mitwirkten. Unter Ernst August und Sophie von der Pfalz wuchs die Anlage weiter.
Martin Charbonnier vollendete die nördliche Hälfte und führte den Wassergraben ringsum. Brunnen, Skulpturen und regelmäßige Gartenformen erzählen von höfischen Festen und diplomatischen Treffen. Nach dem Siebenjährigen Krieg öffnete sich der Garten für die Öffentlichkeit und bewahrte seine barocke Gestaltung. Auch mit Rollstuhl lässt sich die Anlage besuchen.
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