Dreifaltigkeitskirche
Die Dreifaltigkeitskirche steht im hannoverschen Stadtteil Oststadt an der Bödekerstraße. Christoph Hehl errichtete den evangelisch-lutherischen Bau zwischen 1880 und 1883 im neugotischen Stil.
Der Standort erklärt die ungewöhnliche Ausrichtung: Der Turm mit dem Haupteingang zeigt nach Osten, der Altar nach Westen. Über dem Eingang sehen Sie eine Sandsteindarstellung von Carl Dopmeyer, im Inneren das romantische Altarbild „Christus auf dem Meer“ von Bernhard Plockhorst. Luftangriffe zerstörten im Zweiten Weltkrieg beide Pfarrhäuser, doch Gemeindemitglieder bewahrten die Kirche. Nach dem Krieg fanden hier britische Besatzungsgottesdienste statt, wodurch sie den Beinamen „geheime Bischofskirche“ erhielt.
Neue Stahlglocken kamen 1951 hinzu, bunte Chorfenster stifteten die Bahlsen-Brüder 1958. Bei der Restaurierung zum hundertjährigen Bestehen wurde der Turm rekonstruiert, außerdem erhielt der Bau 1986 eine Hillebrand-Orgel mit 37 Registern auf drei Manualen und Pedal. Sie erklingt in Gottesdiensten und Konzerten.
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