Bethlehemkirche
Die Bethlehemkirche steht im hannoverschen Stadtteil Linden-Nord und zeigt eine neoromanische Basilika aus Kalkstein und Sandstein. Zwischen 1902 und 1906 entwarf Karl Mohrmann den Bau auf dem damals feuchten, leeren Fössefeld. Die Westfassade trägt drei hohe Türme und prägt das Bild des Kirchenbaus.
Mohrmann, Schüler und Nachfolger Conrad Wilhelm Hases, verband romanische Einflüsse aus Italien, Skandinavien und Sachsen. Der Stil folgt den Eisenacher Regulativs und greift mittelalterliche Motive auf, die Mohrmann als modern germanisch bezeichnete. Altar, Kanzel und ein großer Messingradleuchter bewahren originale Ausstattung im Innenraum. Orientalische Motive am Leuchter erinnern an Jerusalem und geben dem Kirchenraum einen besonderen Akzent. Die Restaurierung von 2008 bis 2012 brachte die ursprüngliche farbige Gestaltung teilweise zurück.
Der mittlere Turm ragt 71 Meter hoch und trägt ein Kupferdach. In der Adventszeit leuchtet dort der Stern von Bethlehem, wodurch der Bau zu den ersten elektrisch beleuchteten Kirchen Deutschlands gehörte. Auf der Empore steht eine mechanische Orgel mit drei Manualen, die zwischen 1957 und 1964 entstand. Die Türme bieten Mauerseglers und anderen Vögeln Nistplätze und verbinden Architektur mit praktischem Vogelschutz.
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