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Sankt Gertrud

Sankt Gertrud steht im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst nahe dem Kuhmühlenteich und gehört zur neugotischen Architektur. Johannes Otzen entwarf die Kirche, die zwischen 1882 und 1885 als Hallenkirche entstand. Der Turm erreicht 88 Meter und trägt eine Verkleidung aus Schindeln.

Der Bau ersetzte die mittelalterliche Gertrudenkapelle, die beim Großen Brand von 1842 zerstört wurde. Diese Kapelle entstand 1399 und wurde 1580 erweitert. Ihr Name erinnert an die heilige Gertrud von Nivelles. Für den Neubau verwendeten Handwerker 460 Sorten roter, gelber und grüner Ziegel. Otzen gestaltete auch Altar, Kanzel, Taufbecken und Bänke als zusammengehörige Ausstattung. Im Zweiten Weltkrieg blieben die Schäden gering, doch die Chorfenster gingen verloren. Abstrakte Entwürfe von Werner Bunz und Fenster aus der früheren Nikolaikirche bilden den Ersatz.

Die Orgel von 1885 wich 1967 einem neuen Instrument und wurde mehrfach modernisiert. Im Innenraum erneuerte man 2015 Beleuchtung und Heizung. Das Glockenspiel im Turm erhielt 2022 seine jüngsten Ergänzungen. Die Kirche ist barrierefrei zugänglich und dient als Ort für Hochzeiten und Konzerte.

Stadt
Hamburg
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