Paul-Gerhardt-Kirche
Die Paul-Gerhardt-Kirche steht im Hamburger Stadtteil Winterhude und gehört zur evangelisch-lutherischen Architektur der Nachkriegszeit. Backsteinwände, sichtbare Betonträger und ein markanter Turm bestimmen das schlichte Äußere. Niederländische Ziegel in einem seltenen norddeutschen Format verleihen der Fassade ihr unverwechselbares Erscheinungsbild.
Eine kleine Kapelle entstand hier bereits 1933, doch der größere Kirchenbau begann erst 1960. Hermann Schöne und Günter Schudnagies vollendeten ihn 1962 für ungefähr 400 Menschen. Der Altar weist wegen der Grundstücksform nach Nord-Nordost statt nach Osten. Dadurch fangen die hohen Fenster im Osten Morgenlicht ein, während der Abend durch farbiges Glas im Westen den Altarbereich beleuchtet.
Altar, Kanzel und Taufbecken gestaltete Ursula Querner aus Bronze und Basalt. Bronzeplatten an der Kanzel zeigen die biblische Speisung der Fünftausend. Zwischen Altar und Taufbecken steht eine große Osterkerze aus Querners Werkstatt. Im Chor leuchtet Diether Kressels modernes Fenster zum Lied von Paulus und Silas. Eine Orgel von Orgelbau Alfred Führer und fünf Stahlglocken vervollständigen den Innenraum, wobei jede Glocke eine Zeile aus Paul Gerhardts Liedern trägt.
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