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Dr. Samuel van Biema

Der Stolperstein für Dr. Samuel van Biema liegt in Hamburg und erinnert an einen jüdischen Arzt. Die kleine Messingplatte im Gehweg macht sein Leben im Stadtraum sichtbar. Er kam 1865 in Leer, Ostfriesland, zur Welt und gehörte später zur jüdischen Gemeinde Hamburgs.

Nach Studien in Erlangen, Berlin und Straßburg promovierte er 1890 über Polio. In Hamburg arbeitete er am Israelitischen Krankenhaus und während der Choleraepidemie von 1892. Ab 1895 führte er eine eigene Praxis und wirkte als Bezirks- und Polizeiarzt in Rotherbaum und Harvestehude. Mit Adeline Brasch gründete er 1897 eine Familie, zu der die Tochter Rose Charlotte gehörte. 1938 verlor er seine Approbation, nachdem jüdische Ärzte nicht mehr praktizieren durften. Am 29. September 1938 nahm er sich unter dem Druck der Verfolgung das Leben. Die Messingplatte verbindet diese persönlichen Daten mit der Erinnerung an die Verfolgten des Holocaust.

Stadt
Hamburg
Aktualisiert

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