Chùa Một Cột
Chùa Một Cột, auch Einsäulenpagode genannt, steht als buddhistischer Tempel im Ba Đình-Bezirk von Hanoi, Vietnam. Ihre Bezeichnung verweist auf einen Bau, der auf einer einzigen Säule ruht.
Der Tempel gehört zum Architekturkomplex Diên Hựu tự, dessen auffälliges Zentrum die Liên Hoa Đài bildet. Liên Hoa Đài bezeichnet das Lotus-Podest des Komplexes. Die hölzerne Pagode ruht auf einer steinernen Säule mit einem Durchmesser von 1,25 Metern und vier Metern Höhe. Ihre Form erinnert deutlich an eine Lotusblüte. Das geschwungene Dach trägt traditionelle Muster mit zwei Drachen, die dem Mond zugewandt sind. Die Drachen symbolisieren hier Weisheit und Vitalität.
Kaiser Lý Thái Tông ließ den ursprünglichen Tempel nach einer Überlieferung über einen besonderen Traum errichten. Die Überlieferung verbindet Avalokiteśvara mit einem Sohn. Während der Lý-Dynastie fanden hier königliche Vesak-Zeremonien mit einer Buddha-Badezeremonie und der Freilassung eines Vogels statt. Eine hinzugefügte Glocke blieb wegen ihrer Größe unmontiert. Die Pagode wurde während der Nguyễn-Dynastie restauriert und nach ihrer Zerstörung erneut wiederaufgebaut. Ihre Gestalt bewahrt die buddhistische Symbolik der Lotusblüte.
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