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Zur silbernen Schelle

Zur silbernen Schelle steht in Deutschland mit einer spätbarocken Fassade und leicht zurückgesetzter Bühnenwirkung. Das Gebäude entstand 1719 als Gasthof für Reisende, Fuhrwerke und Pferde.

Die Stallungen boten Platz für rund siebzig Pferde und lagen mit Küchen, Wohnstuben, Kammern und Scheunen um einen geräumigen Hof. Tiefe Kellerräume und große Säle prägten den Alltag der Familie Catterfeld und ihrer Gäste. Nach wechselnden Besitzern und Namen endete der Gasthof 1873, als Bankgeschäfte in die Räume einzogen. Die jüdische Familie Goldschmidt führte dort ihre Bank, bis sie 1939 zur Flucht gezwungen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten weitere Banken und das Stadtarchiv.

Die kunstvolle Außenhaut bewahrt den spätbarocken Charakter, während sich das Leben dahinter mehrfach veränderte. An den Steinornamenten lassen sich gedanklich Hufschläge, Reisende und Bankiers verbinden.

Stadt
Gotha
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